Der dreieins Wetterbericht – Mit den Kleinsten auf Entdeckungsreise
Wie wir das Wetter kindgerecht erklären und gemeinsam erleben.
Das Wetter ist ein fester Bestandteil unseres pädagogischen Alltags in der Kita und gerade bei Regenwetter! Schon unsere Kleinsten im Alter von 1 bis 3 Jahren beschäftigen sich mit großer Neugier mit der Frage: „Was passiert da draußen eigentlich am Himmel?“
In unseren täglichen Morgenkreisen schauen wir gemeinsam nach draußen:
Scheint die Sonne? Ist der Himmel bewölkt? Regnet es oder fällt sogar Schnee?
Diese Beobachtungen helfen den Kindern nicht nur dabei, das Wetter zu benennen und zu verstehen, sondern fördern gleichzeitig ihre Sprachentwicklung, ihr Umweltbewusstsein und ihre Konzentration. Sie lernen dabei, genau hinzusehen, Unterschiede zu erkennen und ihre Eindrücke in Worte zu fassen.
Doch das Thema Wetter bleibt nicht im Morgenkreis, es lässt sich wunderbar mit anderen wichtigen Bildungsbereichen verknüpfen:
So sprechen wir mit den Kindern auch darüber, welche Kleidung bei welchem Wetter passend ist. Diese Gespräche fördern nicht nur das Verständnis für witterungsentsprechende Kleidung, sondern auch die Selbstständigkeit, Alltagskompetenz und das Verantwortungsbewusstsein der Kinder: „Heute ist es nass – ich brauche meine Gummistiefel und die Regenjacke!“
Kinderfragen ernst nehmen – kindgerecht erklären
Im Kita-Alltag tauchen immer wieder spannende Fragen auf:
„Wie entsteht Regen?“
„Warum scheint manchmal die Sonne und manchmal nicht?“
Diese kindlichen Fragen greifen wir gezielt auf. Sie zeigen uns, womit sich die Kinder gerade beschäftigen und was sie bewegt. Dabei ist es uns besonders wichtig, Antworten so einfach, anschaulich und erlebbar wie möglich zu gestalten.

Ein Experiment zum Staunen: Regen selber machen! ☁️🌧️🎨
Im Kreativbereich „Entdecken / Erforschen / Erfinden“ haben wir mit den Kindern ein spannendes Wetter-Experiment durchgeführt, bei dem sie selbst Regen entstehen lassen konnten, ganz spielerisch und mit allen Sinnen:
🔬 Zuerst wurde ein großer durchsichtiger Behälter mit Wasser gefüllt – das war unser „Himmel“.
🧴 Dann kam oben drauf Rasierschaum – er stellte die „Wolken“ dar.
🎨 Wir mischten bunte Wasserfarben an, damit die Regentropfen später gut sichtbar waren.
🖐️ Mit Pipetten durften die Kinder Tropfen auf die Rasierschaum-Wolken tröpfeln.
Je mehr Farbe sie tröpfelten, desto „schwerer“ wurden die Wolken bis es im Wasserbehälter „regnete“! Die bunten Tropfen sanken durch den Rasierschaum und erzeugten einen faszinierenden Farbeffekt im Wasser.
Ein sichtbares, greifbares und staunenswertes Erlebnis, das die Kinder begeisterte!

Was die Kinder dabei lernen
Dieses Experiment ist nicht nur ein großer Spaß, sondern vermittelt den Kindern ganz nebenbei viele wichtige Kompetenzen:
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Naturwissenschaftliche Grunderfahrungen: Wie entsteht Regen? Was passiert mit Wasser in der Luft?
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Feinmotorik: Durch den Umgang mit Pipetten werden gezieltes Greifen und Dosieren geübt.
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Farbwahrnehmung und visuelle Differenzierung: Die bunten Tropfen machen Veränderungen sichtbar.
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Sprachliche Bildung: Neue Begriffe wie „Wolke“, „Regen“, „Tropfen“ werden eingeführt und gefestigt.
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Konzentration und Ausdauer: Das genaue Beobachten regt die Aufmerksamkeit an.
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Kooperation und Kommunikation: Die Kinder tauschen sich untereinander aus, beobachten gemeinsam und stellen Fragen.

Lernen mit allen Sinnen
Gerade im frühen Kindesalter ist es besonders wichtig, die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Durch solche Experimente wird das Lernen zu einem echten Erlebnis verständlich, nahbar und alltagsnah. Kinder dürfen ausprobieren, forschen, entdecken und sich selbst ein Bild von der Welt machen.
Das Thema Wetter bietet unendlich viele Anknüpfungspunkte für unsere kreative und ganzheitliche Arbeit mit den Kindern – sei es beim Anziehen, beim Malen, beim Singen oder eben beim Selber-Regen-Machen.
Wir freuen uns darauf, mit den Kindern noch viele weitere spannende Wetterphänomene zu entdecken – drinnen wie draußen, bei Sonne oder Regen!