Bus-Praxistag mit der BVG und Busti
Unsere Vorschulkinder der Gruppe im Alter von fünf bis sechs Jahren haben stolz am „Praxistag Bus“ der BVG teilgenommen. Bei dieser spannenden Aktion wurden sie direkt in der Nähe unserer Einrichtung abgeholt, bekamen ihre eigene Fahrkarte und machten sich gemeinsam mit dem Busfahrer und den Erzieherinnen auf einen lehrreichen Ausflug. Ziel war, den öffentlichen Bus als Verkehrsmittel besser kennenzulernen und vor allem Regeln für sicheres Verhalten im Bus, an der Haltestelle und im Straßenverkehr spielerisch zu erleben.
Schon beim Einstieg wurde deutlich: Die Kinder wurden von dem freundlichen Fahrpersonal begrüßt, jeder erhielt eine eigene Fahrkarte, damit der Besuch wie eine richtige Busfahrt wirkte. In der Begleitung des Busfahrers und der BVG-Verkehrserziehung wurde gezeigt und geübt, wie man in der Nähe einer Haltestelle wartet, wie man sich einordnet, wenn der Bus kommt. Mit aufmerksamen Blicken rundherum, auch nach Radfahrenden und anderen Verkehrsteilnehmenden.
Üben unter Anleitung
Im Bus selbst bekamen die Kinder Gelegenheit, das Einsteigen und Aussteigen unter Anleitung zu üben. Dabei erläuterte der Busfahrer gemeinsam mit den Erzieherinnen, wie wichtig es ist, beim Einsteigen nicht zu drängeln, die Handgriffe zu benutzen, sich zu setzen oder sich gut festzuhalten, damit man sicher mitfahren kann. Die Kinder wurden aufgefordert, aufmerksam zu sein, auf andere Fahrgäste Rücksicht zu nehmen, und zu beobachten, wie der Fahrer arbeitet. Die Aktion umfasste auch eine kurze Fahrt, in der die Kinder selbst erleben konnten, wie sich das Fahrzeug beim Anfahren und Bremsen bewegt, so wurde der Begriff „Kräfte im Bus“ erlebbar gemacht: Beschleunigung, Bremsen, das Festhalten und die Sitz- bzw. Haltepflicht wurden gemeinsam geübt.

Besonders wichtig war das Thema „Haltestelle“. Die Kinder lernten, wie man sich an einer Haltestelle verhält: ruhig warten, nicht auf die Straße rennen, nicht drängeln oder schubsen, den Blick für den Verkehr behalten, insbesondere auch Radfahrende oder Autos, die sich dem Bereich nähern könnten. Der Busfahrer gab Hinweise, wie Kinder erkennen können, ob der Bus hält, wie man sich beim Aussteigen verhält und worauf man achten sollte, wenn die Türen sich öffnen. Gemeinsam wurde geübt, wie man beim Aussteigen zuerst schaut, dann vorsichtig die Straße betritt oder den Gehweg wählt.
Für das Miteinander
Im Rahmen des Praxistages haben die Kinder außerdem gelernt, dass das Fahrpersonal – also der Busfahrer und das Team der Verkehrserziehung – vertrauenswürdige Ansprechpartner sind. Sie wurden ermuntert, Fragen zu stellen, wenn sie unsicher sind oder etwas nicht verstehen. Damit soll die Hemmschwelle sinken, dass Kinder unsichtbare oder fremde Personen im ÖPNV für Hilfe ansprechen. Auch Konfliktsituationen wie Drängeln oder unruhiges Verhalten im Bus wurden angesprochen: Die Kinder lernten, dass Rücksichtnahme wichtig ist und dass es Regeln gibt, die das gemeinsame Fahren angenehmer und sicherer machen.
Ein weiterer wichtiger Baustein war das Üben von Not- oder Sonderfällen: So wurde den Kindern erklärt, was sie tun können, wenn sie sich im Bus unwohl fühlen oder etwas Ungewöhnliches passiert. Etwa ein starkes Bremsmanöver oder eine plötzliche Türöffnung. Es wurde verdeutlicht, dass man sich in solchen Situationen hinsetzen oder sich gut festhalten sollte, das Fahrpersonal informieren kann und wie man sich gegebenenfalls verhält.

Besonders schön war, dass der Busfahrer mit den Kindern gemeinsam kleine Aufgaben machte: Kennenlernen des Fahrerbereichs, Blick in den Spiegel zur Sichtkontrolle des Fahrers, erklären wie der Bus lenkt und bremst, wo die Türen sind und welche Sicherheitsbereiche beachtet werden müssen. Durch dieses „Mitmachen“ wurde das Ganze für die Kinder besonders lebendig. Ein Beispiel: Der Busfahrer ließ kurz anhalten, damit die Kinder spürten, wie sich das Fahrzeug bewegt und wie wichtig das sichere Sitzen oder Festhalten ist.
Am Ende war allen klar: Der Bus ist nicht nur eine sonnengelbe Maschine, mit der man von A nach B fährt, sondern ein Verkehrsmittel, bei dem Manieren, Aufmerksamkeit, Sicherheit und Regeln eine große Rolle spielen. Für die Kinder bedeutete der Besuch ein fühlbares Erlebnis: wie es ist, Fahrgast zu sein, wie man sich richtig verhält, wie man ein Ticket nutzt und wie man sicher unterwegs ist.
Für unsere Vorschüler:innen heißt das: Der Praxistag war kein reiner Ausflug, sondern eine wichtige Vorbereitung auf den zukünftigen Schulweg und auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Die Kinder haben nicht nur Spaß gehabt, sondern sind selbstbewusster geworden darin, wie sie sich im Bus verhalten können. Wir als Kita unter dem Dach von „dreieins“ freuen uns über dieses Erlebnis und sehen darin ein gelungenes Bausteinchen für die Verkehrserziehung unserer Vorschulkinder.
Wir danken dem Busfahrer und den Mitarbeitenden der BVG für ihre freundliche und kindgerechte Begleitung. Und natürlich danken wir unseren Kindern für die respektvolle Teilnahme und den vielen interessierten Fragen.