Farben, die man nicht sieht – spannende Entdeckungen im NaWi-Unterricht der 5b

Ist Schwarz wirklich schwarz? Die Klasse 5b ging dieser Frage im NaWi-Unterricht experimentell nach und entdeckte mit der Papierchromatografie eine überraschend bunte Welt im Filzstift.

Im Naturwissenschaftsunterricht der Klasse 5b dreht sich aktuell alles um ein zentrales Thema: Stoffe. Was zunächst abstrakt klingt, wurde im Unterricht lebendig, anschaulich und überraschend farbenfroh. Die Kinder beschäftigten sich mit Fragen, die den Kern naturwissenschaftlichen Denkens treffen:
Welche Eigenschaften haben Stoffe? Was unterscheidet Reinstoffe von Stoffgemischen? Und wie lassen sich verschiedene Stoffe voneinander trennen?

Forschen mit Neugier und Methode

Um diesen Fragen nicht nur theoretisch, sondern experimentell nachzugehen, lernten die Schüler*innen eine einfache, aber wirkungsvolle naturwissenschaftliche Methode kennen: die Papierchromatografie.
Dabei wird ein Stoffgemisch, in diesem Fall die Tinte eines schwarzen Filzstifts, mithilfe von Wasser auf einem Filterpapier aufgetrennt. Schritt für Schritt konnten die Kinder beobachten, wie sich die Farbe langsam über das Papier bewegt und sich dabei in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt.

Was zunächst nach einem simplen Versuch aussah, entpuppte sich schnell als echtes Aha-Erlebnis.

Ist Schwarz wirklich schwarz?

Die große Frage des Experiments lautete:
Ist ein schwarzer Filzstift wirklich schwarz?

Die Antwort lieferte das Papier und sie war überraschend. Denn die scheinbar einheitliche schwarze Farbe zerfiel vor den Augen der Kinder in viele einzelne Farbtöne: Blau, Grün, Gelb, sogar Pink wurde sichtbar.
Ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass schwarze Filzstifte keine Reinstoffe sind, sondern Stoffgemische, die aus mehreren Farbstoffen bestehen.

Diese visuelle Erfahrung machte naturwissenschaftliche Begriffe greifbar und verständlich, ganz ohne komplizierte Formeln, dafür mit umso mehr Staunen.

Lernen mit allen Sinnen

Im pädagogischen Sinne fördert ein solcher Versuch weit mehr als fachliches Wissen. Die Kinder lernten:

  • genau zu beobachten

  • Vermutungen aufzustellen und zu überprüfen

  • Ergebnisse zu vergleichen und zu diskutieren

  • und naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus eigenen Erfahrungen abzuleiten

Gleichzeitig stärkt experimentelles Arbeiten die Selbstständigkeit, das kritische Denken und die Freude am Entdecken. Lernen wird hier nicht vermittelt, sondern erlebt.

Warum solche Experimente so wertvoll sind

Gerade im NaWi-Unterricht unserer Schule ist es uns wichtig, theoretische Inhalte mit praktischem Forschen zu verbinden. Experimente wie die Papierchromatografie zeigen den Kindern: Naturwissenschaft ist überall, sogar im Filzstiftmäppchen.

Die Klasse 5b hat eindrucksvoll erfahren, dass hinter scheinbar einfachen Dingen komplexe Zusammenhänge stecken. Und dass es sich lohnt, genau hinzuschauen, denn manchmal verbergen sich die spannendsten Farben dort, wo man sie am wenigsten erwartet.