Am gestrigen Tag war es endlich soweit: Unser ursprünglich für März geplanter Fremdsprachenprojekttag fand – trotz des heißesten Tages des Jahres – mit viel Engagement, Fantasie und Flexibilität statt. Was der BVG-Streik im Frühjahr verhinderte, wurde nun bei strahlender Sonne und sommerlicher Hitze nachgeholt. Dass sich unsere Schüler:innen und Pädagog:innen dabei nicht aus dem Takt bringen ließen, zeigt einmal mehr den besonderen Geist unserer Schulgemeinschaft.
Sprachenvielfalt trifft Kreativität
In den Klassenräumen, Museen, Parks und sogar auf Picknickdecken wurde mit Begeisterung gesungen, gespielt, gerätselt, gekocht, gemalt und übersetzt – stets mit dem Ziel, neue Kulturen kennenzulernen und sprachliche Vielfalt als Schatz zu entdecken. Ob in der Pause im Schatten oder mit einem Lächeln beim Basteln – der Projekttag bewies: Lernen kann lebendig, kreativ und bewegend sein.
Einblicke in die Projekte
🇵🇱 Picknick mit Polnisch
Mit einer Decke, Liedern und Limonade wurde in der 1. Klasse der Fremdsprachenprojekttag zur gemütlichen Mini-Reise nach Polen. Die Kinder tanzten zu polnischer Musik, bastelten individuelle Kühlschrankmagnete als Erinnerung und übersetzten gemeinsam ein Limonadenrezept – das Ergebnis war köstlich und erfrischend, wie der Tag selbst.

📚 Sprachreise ins Chinesische Kulturzentrum
Die „Drachenfrüchte“ der 2a Klasse machte sich auf nach Berlin-Mitte, wo sie im Chinesischen Kulturzentrum eine spannende Reise in die fernöstliche Welt unternahm. Neben einem Panda-Quiz und einem Besuch der chinesischsprachigen Bibliothek wurde eine riesige, gemeinschaftliche Schriftrolle mit chinesischen Motiven gestaltet – ein wunderschöner Ausdruck kultureller Annäherung.

🕵️♂️ Hieroglyphen im Neuen Museum
Ein weiterer Höhepunkt: Der Besuch der „Monsteras“ der 2b im Neuen Museum. Die Kinder begaben sich auf eine Reise ins Alte Ägypten und versuchten, wie einst die Gelehrten, Hieroglyphen zu entschlüsseln. In einem Workshop zum Hieroglyphen-Alphabet schrieben sie ihre eigenen Namen in der alten Schriftsprache – ein bleibendes Erlebnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

🌐 Sprachen verstehen
Die „Springkräuter“ der 2c widmeten sich keiner einzelnen Sprache, sondern gingen der Frage nach: Was ist Sprache eigentlich? Sie erfanden eigene Dorfsprachen, kommunizierten mit Gestik und Mimik und reisten gedanklich ins alte Rom, um zu entdecken, wie aus dem Lateinischen viele heutige Sprachen entstanden. Ein sprachphilosophisches Abenteuer mit Tiefgang und viel Freude.

🇹🇷 Türkisch frühstücken
Ein besonderes Ritual pflegten die „Hasenpappeln“ der 3b: Der Tag begann mit einem türkischen Frühstück – warmes Brot, Käse, Oliven, Tomaten – begleitet von Musik und neuen Vokabeln. Beim gemeinsamen Tanz zeigte sich, dass Sprache auch durch Rhythmus und Bewegung gelebt werden kann.

🇬🇷 Griechisch denken am Weißensee
Bei Temperaturen wie in Athen wurde das griechische Lebensgefühl kurzerhand an den Weißensee verlegt: Die „Wolfsäpfel“ der 5a verbrachten den Tag am Wasser – mit Spielen, Gesprächen und der gemeinsamen Reflexion darüber, wie viele Wörter aus dem Griechischen in unsere Sprache Eingang gefunden haben.

Fazit: Ein Tag für Herz und Verstand
Der Fremdsprachenprojekttag war weit mehr als ein Unterrichtsevent. Er war ein Fest der Begegnung, Offenheit und Neugier – mit kleinen Entdeckungen und großen Aha-Momenten. Dabei lernten unsere Schüler:innen nicht nur neue Wörter oder Gerichte kennen, sondern erfuhren, wie vielfältig unsere Welt ist und wie viel Freude es macht, ihr mit Wertschätzung und Offenheit zu begegnen.
Ein riesiger Dank geht an alle Lehrkräfte, Erzieher:innen, Begleitpersonen und externen Partner:innen, die diesen Tag – trotz Hitze – mit Herzblut gestaltet haben. Und natürlich an alle Kinder: Ihr habt die Welt an diesem Tag ein kleines Stück bunter gemacht.